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Pempelfort


Pempelfort

Kunst spielt eine große Rolle

Der Stadtteil Pempelfort in Düsseldorf ist eng verknüpft mit der Kunstentwicklung der Stadt. Auch ist Pempelfort bekannt für seine Gartengestaltung. Das Schloss Jägerhof, welches im 18. Jahrhundert errichtet wurde, liegt in diesem Stadtteil. In unserer Zeit ist im Jägerhof der Sitz des Goethe Museums untergebracht. Ein großes Gebiet vom Hofgarten hat in Pempelfort seine Heimat. Der Philosoph Friedrich Heinrich Jacobi legte einen Park an, der heute denkmalgeschützt ist. Jacobi war ein guter Freund von Goethe. Gleich in der Nähe des Parks liegt der Malkasten, der im Jahr 1848 als Künstlerverein gegründet wurde. 2009 wurde der Park der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, nachdem er saniert wurde.


Pempelfort liegt mittig im Stadtbezirk 1 und der Stadtteil ist sehr zentral gelegen. Der Stadtteil hat eine historische und dichte Bebauung und eine Vielzahl an Kleinbetrieben. Pempelfort ist ein urbanes Viertel, das sehr beliebt bei den jungen Singles ist. Aber hier leben auch traditionsbewusste, ältere Bewohner, die lange Gepflogenheiten leben. Daneben hingegen auch eine hohe Fluktuationsrate, da viele Mitarbeiter der ansässigen Unternehmen in Pempelfort wohnen, aber nach Beendigung der Anstellung das Viertel wieder verlassen. In der Nähe des Rheins beim Hofgarten sind die Wohnungsmieten am teuersten. Die Qualität der Wohnungen sinkt je weiter östlich man kommt. Die "Neuen Stadtquartiere Derendorf" wurden geplant, mit Wohnflächen sowie neuen Büroflächen.


Geografisches

Pempelfort grenzt südlich an das Viertel Altstadt sowie Stadtmitte, westlich bildet der Rhein die Grenze. Die östliche Grenze bildet Düsseltal die Grenze und im Norden ist die Klever Straße die Grenze zu Pempelfort. Eine verkehrsreiche Hauptverkehrsstraße, die Prinz-Georg-Straße, durchschneidet das Viertel in nord-südlicher Richtung. Die Straße ist interessant, da sie in der Mitte viele Bäume einschließt und ein Bach oberirdisch durchfließt.


Hier haben große Konzerne wie E.ON AG sowie die Ergo Versicherungsgruppe / Victoria-Versicherung ihre Sitze. Das Gebiet rund um die Nordstraße ist Versorger für das Stadtviertel und auch Derendorf sowie Golzheim. Hier gibt es ein reiches Angebot an Geschäften, vom Einzelhandel bis zur Gastronomie ist alles vertreten. Des Weiteren gibt es verschiedene Dienstleister im Norden der Innenstadt.


Geschichtliche Fakten

Um 1900 war Pempelfort noch kaum besiedelt. Früher lag der Sitz der Dynastie "von Pempelfort" an der Düssel. An einer Furt soll sich der Sitz der Ritter von Pempelfort befunden haben. Es existiert eine Urkunde aus dem Jahr 1288, aus der hervorgeht, dass ein Gut von "Rumpold in Pempelfort (Tempelfort)" hier ansässig war. Im Jahr 1667 kam es zur Weihung der Rochus-Kapelle. In späterer Zeit wurde die Kapelle an gleicher Stelle durch eine Kirche ersetzt. Es gab eine verheerende Pestepidemie und die Bürger stifteten daraufhin für eine Kirche. Der König von Preußen ernannte Pempelfort im Jahr 1854 offiziell zum Stadtteil. Damals waren auch die Altstadt sowie die Karlstadt, die damals noch mit "K" geschrieben wurde, dabei. Schon zu damaliger Zeit bestand Pempelfort nur aus dem Gut Pempelfort sowie nur einigen Bauten. Der Philosoph Friedrich Heinrich Jacobi wirkte hier. Pempelfort war zu früherer Zeit stark landschaftlich geprägt. Das Schloss Jägerhof befand sich auch unter den Bauwerken.


Im Zuge des Stadterweiterungsplans schritt die bauliche Entwicklung im Stadtteil flugs voran. Im 19. Jahrhundert wurde hier viel gebaut und das Stadtviertel wurde schnell zum begehrten Wohnviertel des Bürgertums der Oberschicht. Neue Bewohner waren Professoren, die an der Kunstakademie Düsseldorf wirkten sowie auch Künstler. In der Jägerhofstraße lebten viele Künstler, die in schmucken Stadthäuser wohnten. Die gehobene Bürgerschicht siedelte sich auch an der Goltsteinstraße, der Jacobistraße, dem Malkasten sowie dem Jacobi´schen Garten an. Sehr beliebt war dabei der Hofgarten, der schon in den Jahren 1769 bis 1771 angelegt wurde. Als die alten Befestigungsanlagen abgerissen wurden, wurde der Hofgarten ab 1804 erweitert. Maximilian Friedrich Weyhe erweiterte den Garten im Stil eines englischen Gartens. Auch viele Denkmäler kamen hinzu, wie auch Bauten für die Gastronomie.


Im Hofgärtnerhaus gab es eine Weile ein schmuckes Gartenlokal. Auf dem Ananasberg lag ein Restaurant, gleich neben dem Weiher. Beliebt war damals auch ein Cafe, das Majolikahäuschen, das als Ausstellungspavillon angelegt wurde. Im Jahr 1902 fand hier die Industrie- und Gewerbeausstellung Düsseldorf statt. 1804 wurde der Golzheimer Friedhof errichtet, aber in den Jahren 1897 / 98 wurden seine Pforten geschlossen. Heute wird er als Park für Spaziergänge genutzt. 1860 wurde das Jacobi-Haus vom Malkasten gekauft, einem Künstlerverein. 1953 fand dessen umfassende Erweiterung statt. 1888 kam in Pempelfort die Prinz-Georg-Straße hinzu, benannt nach Prinz Georg von Preußen. Die Straße bekam eine Baumallee, was sehr reizvoll aussah. Die Weihung der Rochuskirche fand im Jahr 1897 statt und 1910 wurde das Oberlandesgericht gebaut. 1911 fand der Bau des Regierungspräsidenten hier seine Vollendung.


Die Industrie- und Gewerbeausstellung fand im Jahr 1902 statt, gleich neben dem Rheinufer. Damals kam es zum Bau vieler Gebäude sowie Hallen. Das Areal wurde später weiter als Messegelände genutzt. So fand 1926 die "GeSoLei" statt, die "Große Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen". 1971 kam es zur Standortverlegung der Messe nach Stockum.


Gegenwart heute

Die Nordstraße bildet das Zentrum des Stadtteils im Westen. Hier ist wirklich alles zu haben, Waren in allen Variationen. Lebensmittelgeschäfte, Delikatessenläden, Blumenläden, Boutiquen, Antiquitätenläden um nur einige zu nennen. Auch Goldschmiede, Parfümerien, Optiker und eine Hörbuchhandlung sind hier angesiedelt. Die Nordstraße bietet neben dem Angebot in der Innenstadt das größte Warenangebot in Düsseldorf. Daneben finden sich hier auch etliche Restaurants, Cafes, sehr viele Italiener und Kneipen. Das Angebot ist vielfältig und reicht von einfachen Angeboten bis zur Edelgastronomie. Die Münster-Therme befindet sich an der Münsterstraße, neben dem "Dreieck". Sie ist ein Schwimmbad, das im Jugendstil errichtet wurde und renoviert wurde.


Im Osten ist die Derendorfer Straße das Geschäftszentrum, was den täglichen Einkauf betrifft. Auch der einstige Güterbahnhof bietet auf seinem Areal mehrere Geschäfte, die auch bekannt und populär sind. 2007 wurde der Trödelmarkt geschlossen, der jeden Samstag stattfand. Bis Ende 2014 übernahm diesen aber das Restaurant "Les Halles". Der Gastro-Bereich in den einstigen Güterbahnhofshallen war überaus beliebt. In diesen war der sogenannte Shabby Chic beliebt. In der Moltke- sowie Tußmannstraße gibt es nach wie vor jede Menge an Restaurants und Cafes, die gerne besucht werden. Den "Rheinischen Bauernmarkt" gibt es jeden Mittwoch und Samstag, den man am Kolpingplatz besuchen kann. Zwischen dem Kolpingplatz liegen die Klever Straße und die Mauerstraße. Der Bauernmarkt wird sehr gerne besucht, denn hier finden die Kunden frische Blumen und allerlei Lebensmittel aus der Umgebung.